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des Verbands für Reiterspiele Mounted Games Deutschland.

Am letzten Wochenende fand parallel zum U14 Turnier in Tökendorf das letzte Nationalteam Training der offenen Klasse vor den Wettbewerben im Sommer statt. Schon am kommenden Freitag werden sich die Reiter auf den Weg zur Europameisterschaft in die Normandie machen. Es erwartet uns eine sehr warme und anstrengende Woche mit Mounted Games von morgens bis abends für sechs Tage. Die Einzelreiter fangen am Montag an und die Teams am Mittwoch.

Durch den Bau der neuen Arena entspannt sich zwar der Zeitplan, aber dennoch müssen alle Beteiligten darauf achten, nicht total ausgelaugt in die Tage der Finals zu gehen. Ein gesunder Tagesrhythmus, gute Ernährung und entspannte Atmosphäre im Camp werden da sicherlich mithelfen.

Soweit man es zum derzeitigen Zeitpunkt sagen kann, ist England klarer Favorit. Aber dahinter kommen viele Teams, die sich einen Platz auf dem Podium ausmahlen dürfen – dazu zähle ich auch unser Team. Wie ich dem Team schon häufiger gesagt habe, darf dieses Ziel zunächst aber keine Rolle spielen. Wir haben lange daran gearbeitet einfaches und fehlerfreies Mounted Games zu spielen und daran werden wir erst einmal festhalten müssen. Es ist vieles möglich, wenn wir die einfachen Dinge Schritt für Schritt richtig machen. Das diesjährige deutsche EM Team besteht aus Reitern, die sehr gut miteinander zurechtkommen und ich wünsche dem Team, dass diese Eigenschaft sie weit nach vorne tragen wird.

Die Weltmeisterschaft startet ca. 10 Tage nach dem Ende der Europameisterschaft. Deshalb war früh klar, dass (wenn überhaupt) nur wenige Reiter zu beiden Turnieren fahren würden. Die WM findet auf der sehr modernen Anlage in Mons, Ghlin in Belgien stattt. Bisher hat man von der Organisation und der Anlage nur Gutes gehört. Das Ganze hat aber auch einen gewaltigen Preis, denn das Nenngeld pro Reiter beträgt ca. 700 Euro.

Für die WM ist ein sehr starkes Starterfeld zu erwarten. Schon bei der EM im letzten Jahr zeichnete sich ab, dass Belgien aber auch Wales deutlich auf dem Vormarsch ist. Belgien wird als Ausrichter mit Sicherheit sehr stark auftrumpfen und Wales hat vor wenigen Tagen nach langer Durststrecke die Royal Welsh Show gewonnen – ein Turnier, welches den Walisern sehr am Herzen liegt. Mit der Generation der jetzigen U17 Reiter in Wales ist damit zu rechnen, dass sie in den nächsten Jahren dauerhaft vorne mitreiten werden. Ein Team, welches die letzten fünf Jahre immer vorne zu finden war, ist Neuseeland. Zurzeit findet dort ein Generationswechsel statt und es ist nicht damit zu rechnen, dass sie unter die ersten fünf kommen werden.

Als Favoriten werden wieder einmal Irland und England an den Start gehen. England schickt ein Team, welches in allen Bereichen unglaublich stark besetzt ist. Nicht weniger schlecht besetzt ist das irische Team: Drei der fünf Reiter haben in diesem Jahr jedes Teamturnier gewonnen, an dem sie teilgenommen haben, einschließlich der Champions League, UK Masters und der Englischen Meisterschaft. Nur für das Duell dieser beiden Teams lohnt es sich nach Belgien zu kommen oder zumindest den Live-Stream zu verfolgen.

Und dann wäre da noch unser deutsches Team. Es war bei der Nominierung klar, dass dieses Team eine Weile brauchen wird um sich zu finden. Inzwischen ist die Vorbereitung abgeschlossen und gerade das letzte Training macht Lust auf mehr. Wie in jedem Jahr gab es große Probleme mit Verletzungen, welche bisher jedoch noch gut kompensiert werden konnten. Sollten wir das Glück haben, dass alle von jetzt an heil und gesund bleiben, dann erwartet uns ein hoch interessanter Wettbewerb. Es ist in der Vorbereitung bei weitem nicht alles perfekt gewesen, aber es sieht so aus, als hätten alle Beteiligten die Kurve gekriegt. Wir haben für die WM eine richtig starke Truppe, die mit den Topteams mithalten wird.

Aber jedem muss bewusst sein: Wenn wir einmal nicht an einem Strang ziehen und nur einmal die eigenen Interessen über die des Teams stellen, dann werden wir nicht die Chance auf den Sieg bekommen, für die wir seit fünf Jahren hart arbeiten! In diesem Sinne wünsche ich auch allen anderen Reitern des VRMGDs viel Spaß und Erfolg in diesem Sommer und hoffe, dass wir ähnlich gute Ergebnisse sammeln können wie auf der World Pairs vor einigen Wochen.

Widukind Moormann

 

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